2. (Zwischen-)Ergebniswerkstatt

Welche Spuren hinterlässt das Projekt Lebenswelten aktiv gestalten bei den Schüler*innen und den involvierten Institutionen? Und welche Wirkung kann es auf das System Schule haben? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wird das Projekt seit Februar 2018 vom Forschungsteam vom Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Prof. Dr. Sandra Aßmann und Dr. Katja Serova, OStRiH wissenschaftlich begleitet.

Von Mai bis Juli 2019 haben die Forscherinnen neben den Schüler*innen der fünften und sechsten Klassen der am Projekt beteiligten Schulen auch Schüler*innen von vier Vergleichsschulen im Rahmen der Vollerhebung um die Einschätzung von fiktiven Alltagssituationen gebeten. Außerdem wurden zahlreiche Interviews mit umsetzenden Akteur*innen der Schulen und Träger sowie den Schüler*innen geführt.

Einen Einblick in die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse der Auswertung der Daten gewährte das Forschungsteam im Rahmen der 2. (Zwischen-)Ergebniswerkstatt am 28. November im Forum des BZdHs. Neben den Fördermittelgebern nahmen mehr als 50 Mitgestalter*innen an der Veranstaltung teil. Basierend auf den Ergebnissen und ihren eigenen Erfahrungen tauschten sich die Anwesenden in Kleingruppen über die Durchführungs-, Personal- und Organisationsentwicklung im Projekt aus und diskutierten, welche Faktoren zum Erfolg führen und welche Maßnahmen für die Weiterentwicklung des Projekts notwendig sind. Gelegenheit zum weiteren Austausch bot der anschließende Imbiss, zubereitet von den Auszubildenden Fachpraktiker*innen Küche und Hauswirtschaft.

Die Erkenntnisse aus der Erhebung und die anschließende Diskussionsrunde machten die Relevanz und die Anerkennung des Projekts, bei dem Lernen durch das Erleben und Erkunden und in der Folge durch das Überwinden eigener Grenzen erfolgt, deutlich.

Das Lebenswelten-Team resümiert die Ergebnisse so: Viel geschafft, viel zu tun! Wir freuen uns drauf!

Lebenswelten-Spektakel bei den Ruhrfestspielen

6.-Klässler*innen von drei Schulen aus dem Kreis Recklinghausen bespielen den Jahrmarkt international bei den Ruhrfestspielen

Erste Anzeichen eines großen Spektakels sind auf der Wiese hinter dem Festspielhaus zu finden. Ein Schild „Jahrmarkt international“ weckt seit dem 1. Mai die Neugier der Besucher*innen der diesjährigen Ruhrfestspiele. Was macht eine grüne Fläche zu einem Jahrmarkt? Stände, einmalige Installationen und zauberhafte Welten verspricht der Jahrmarkt international, ein Projekt des Jobcenters, durchgeführt vom Bildungszentrum des Handels e.V. Recklinghausen (BZdH). Aber es braucht noch mehr - nämlich die Menschen, die ihn mit phantasievollen, teils skurrilen, teils gruseligen Geschichten und Ereignissen zu einem besonderen Ereignis machen. Das übernehmen die 6.-Klässler*innen der Otto-Burrmeister-Realschule in Recklinghausen, der Sekundarschule-Süd in Castrop-Rauxel und der Paul-Gerhardt-Schule in Oer-Erkenschwick im Rahmen des Projekts Lebenswelten aktiv gestalten, einem Projekt vom Bildungszentrum des Handels e.V. mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds, gefördert von der RAG-Stiftung und der Stiftung Mercator.

Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass Schüler*innen im Rahmen des Projekts einen Beitrag auf dem Recklinghäuser Theaterfestival präsentieren. Einmal auf der Bühne zu stehen, dem Publikum eine wochenlange Arbeit zu präsentieren, stolz eine unlösbar scheinende Aufgabe überwunden zu haben; diese Erfahrungen prägen und lassen junge Menschen wachsen. Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen durch die kulturelle Bildung und erlebnisorientiertes Lernen zu stärken ist das Ziel des Projekts, das sich an Schüler*innen der 5./6. Klassen in den Kohlerückzugsregionen richtet.

Mehrere Monate lang haben sie in Begleitung von Kunstschaffenden aus der Region und ihren Trainer*innen unterschiedliche Kunstformen erkundet. Herausgekommen ist eine kunterbunte Mischung unterschiedlichster Werke in Form von Sketchen, einem Film, Performances und Mitmachaktionen. Einblicke in diesen Prozess präsentieren die jungen Schausteller*innen, Performer*innen und Künstler*innen auf dem Jahrmarkt international.

Los geht es am 24. Mai mit der Präsentation der Otto-Burrmeister-Realschule Recklinghausen, deren Name allein zur Teilnahme an den Ruhrfestspielen verpflichtet. Zusammen mit dem Schauspieler Sefik Onatoglu, der Recklinghäuser Kunstschaffenden Susanne Burmeister und ihren Trainer*innen haben die Schüler*innen seit September gestalterisch und darstellerisch gearbeitet.

Am 27. und 28. Mai präsentieren jeweils zwei Klassen der Sekundarschule-Süd Einblicke in ihre Arbeit mit Astrid Nijhuis, Susanne Burmeister und Sefik Onatoglu.

Die Schüler*innen der Paul-Gerhardt-Schule in Oer-Erkenschwick erkundeten seit Februar 2019 zusammen mit den bildenden Künstler*innen Saskia Arndt und Andries Heuts ihre Lebenswelt mit Hilfe von Handykameras bzw. dem Mikrofon. Ihre Arbeit wird am 29. Mai präsentiert.

Aber ein Jahrmarkt braucht auch Besucher*innen, die den Ort durch ihr Lachen und ihre Reaktionen auf das dargebotene beleben. Und darum sind alle Interessierten eingeladen, am 24./27./28. und 29. Mai 2019 um 11.30 Uhr und um 17.00 Uhr Zeug*innen eines kunterbunten Treibens zu werden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dorothee Kuckhoff unter 02361-4806 152 oder kuckhoff@bzdh.de sowie auf der Website www.lebenswelten-aktiv-gestalten.de

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